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Mitgliederbereich Bauverbände

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Dortmund, 11.10.2016. Neben dem in den letzten Jahren beständig nachgefragten, qualitativ hochwertigen Wohnungsbau rechnet die Baubranche mit einer breiten, nachhaltig steigenden Bautätigkeit auch im sozialen Wohnungsbau. Nicht erst durch die Zuwanderung von Flüchtlingen, sondern durch den schon länger anhaltenden Trend hin zu mehr Single-Haushalten, ist bezahlbarer Wohnraum in NRW knapp. Präsident Walter Derwald des Baugewerbeverbandes in Dortmund verweist dazu auf jüngste Berechnungen aus dem Düsseldorfer Bauministerium. Das hat ermittelt, dass der Bedarf an neu zu bauenden Wohnungen in NRW ohne zukünftige Zuwanderung bei Ausschöpfung des Leerstandes derzeit 120.000 Wohneinheiten beträgt. „In Dortmund fehlen laut Wohnungsmarktanalyse des Landes je nach Rechenmodell aktuell zwischen 4.000 und 6.000 Wohneinheiten“, zitiert Derwald die Studie.

Das Baugewerbe lobt die jüngsten Anstrengungen, mit Tilgungsnachlässen die staatliche Baufinanzierung für Investoren attraktiver zu machen und fordert weitere Anreize wie z.B. eine Sonderabschreibung für den sozialen Wohnungsbau. Der Verband sieht zudem die Kommunen gefordert. Sie sollen das größte Hemmnis auf dem Weg zu mehr neuem Wohnraum beseitigen: vielerorts fehlt schlicht das Bauland. Verbandspräsident Walter Derwald schlägt vor, dass die Kommunen durch stadtplanerische Maßnahmen Bauland ausweisen. „Wo das nicht möglich ist, soll die Stadt mit den Haus und Grundbesitzervereinen vor Ort Baulücken ausmachen und durch Nachverdichtung und moderne Ersatzbebauung mehr Wohnungsbau ermöglichen“ so Bauexperte Derwald.


Der Baugewerbeverband Westfalen empfiehlt, dass Kommunen, statt selbst zu bauen, sich für ein partnerschaftliches Investorenmodell mit der Wohnungs- und Bauwirtschaft entscheiden. „Die Stadt hält den Baugrund, der Investor baut die Wohnanlage und bewirtschaftet sie. Er trägt das unternehmerische Risiko und erhält die Einnahmen aus der Vermietung“, so Diplom-Ökonom Hermann Schulte-Hiltrop, Hauptgeschäftsführer des Baugewerbeverbandes. Am Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit könne die Stadt den Bewirtschaftungsvertrag mit dem Investor verlängern, die Wohnanlage in Eigenregie weiter bewirtschaften oder das bebaute Grundstück samt Immobilie verkaufen. „Die Kommune wahrt so zu jeder Zeit ihre Finanzkraft“, wirbt auch Bauunternehmer Derwald für diese Idee. „Der Bau kann in den nächsten Jahren den benötigten Wohnraum schaffen. Die Politik vor Ort muss jetzt beherzt zur Sache gehen“, ist Walter Derwald überzeugt.

wohnungsbaujahr 2016 k

Die zitierte Modellrechnung zum Wohnungsbedarf NRW finden Sie hier.

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