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Meldungen

Baugenehmigungen in Nordrhein-Westfalen steigen wieder deutlich

Erstmals seit fünf Jahren verzeichnet NRW wieder mehr genehmigte Wohnungen.

Baugenehmigungen in NRW ziehen erstmals seit 5 Jahren wieder an Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Nordrhein-Westfalen ist im Jahr 2025 erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen. Nach vorläufigen Zahlen von IT.NRW wurden im vergangenen Jahr 44.908 neue Wohnungen genehmigt – das sind 4.354 Wohnungen beziehungsweise 10,7% mehr als im Jahr 2024.

Besonders deutlich fiel der Zuwachs bei Einfamilienhäusern aus: Hier stiegen die Genehmigungen um 21,4 Prozent auf 7.152 Wohnungen. Auch bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern wurde ein Plus verzeichnet – sie legten um 4,8 Prozent auf 24.555 Wohnungen zu. Insgesamt entfielen 36.752 Genehmigungen auf Neubauten (+9,6 %), weitere 8.156 Wohnungen entstanden durch Baumaßnahmen im Bestand (+16,2 %).

Damit sendet der Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen erstmals seit Jahren wieder ein starkes Signal.

„Wir freuen uns ausdrücklich über diese Entwicklung. Der deutliche Anstieg der Baugenehmigungen zeigt, dass der Wohnungsbau wieder in Bewegung kommt“, erklärt Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Baumann. „Gerade das starke Plus bei Einfamilienhäusern ist ein wichtiges Signal für private Bauherren und den Mittelstand 44.900 Genehmigungen reichen jedoch nicht aus Trotz der erfreulichen Entwicklung bleibt die Zahl der genehmigten Wohnungen deutlich hinter dem tatsächlichen Bedarf zurück. Das Land Nordrhein-Westfalen selbst hat in seinem Gebietskulissengutachten 2020 den jährlichen Neubaubedarf mit rund 50.000 Wohnungen pro Jahr beziffert.

„Und 44.908 genehmigte Wohnungen bedeuten nicht, dass auch genauso viele gebaut“, betont Baumann. „Wir wissen aus Erfahrung, dass zwischen 10 – 15 % der Projekte nicht die Umsetzung erreichen. Damit liegen wir real deutlich unter dem Zielkorridor, den das Land selbst als notwendig definiert hat.“ Um den Wohnraumbedarf in Nordrhein-Westfalen dauerhaft zu decken, brauche es daher weiterhin verlässliche Rahmenbedingungen, beschleunigte Verfahren und eine Stärkung der Investitionsbereitschaft.