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Ranga Yogeshwar hielt eine Keynote auf dem Firmenjubiläum der Eggersmann Gruppe

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Eggersmann Gruppe feiert Vergangenheit und Zukunft

Mit einem großen Event hat die Eggersman Gruppe am Standort Nieheim ihr 75. Firmenjubiläum gefeiert.

Ende April hat die Eggersmann Gruppe ihr 75. Jubiläum begangen – passend zu diesem Anlass wurde dabei mit dem Energiewerk in Nieheim das bisher größte Eigenprojekt der Firmengeschichte eingeweiht. Zu dem Doppelevent kamen nicht nur Geschäftspartner aus dem In- und Ausland, sondern auch Vertreter aus der Politik. Neben einem Grußwort von Landtagspräsident André Kuper (NRW) sowie einer Rede von Bürgermeister Johannes Schlütz (Nieheim) hielt Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar einen Vortrag über die Zukunft unserer Gesellschaft.

Jubiläum eines ostwestfälischen Traditionsunternehmens

„Das ist heute für mich ein ganz besonderer Tag,“ erklärt Karlgünter Eggersmann als Geschäftsführer der Eggersmann Gruppe. „Seit über 40 Jahren leiste ich meinen Beitrag für unser Unternehmen und was gibt es schöneres, als im Kreise seiner Familie sowie langjähriger Wegbegleiter eine erfolgreiche Vergangenheit durch einen Meilenstein für die Zukunft zu begehen? Die Einweihung dieses in dieser Form einzigartigen Energiewerkes führt uns allen vor Augen, dass unsere tagtäglichen Mühen Früchte tragen – gleichzeitig erinnert uns das Firmenjubiläum an den langen Weg, der zum Erreichen eines solchen Projektes notwendig war.“ Karlgünter Eggersmann ist der Enkel von Karl Fechtelkord. Dieser hatte 1951 eine Bauunternehmung gegründet. Nach seinem frühen Tod und der Heirat seiner Tochter Johanna mit Antonius Eggersmann ist aus diesem Betrieb der heute in ganz Ostwestfalen bekannte Generalunternehmer Fechtelkord & Eggersmann geworden. Aus Fechtelkord & Eggersmann ging wiederum die heutige Eggersmann Gruppe mit ihren drei Geschäftsbereichen »bauen«, »recyceln« und »kompostieren« hervor.

 

Einweihung eines Zukunftsprojektes

Eines der Tochterunternehmen ist seit 1992 KOMPOTEC, dessen Energiewerk in Nieheim am selben Abend mit einem symbolischen Akt eingeweiht wurde. Den Standort hatten Eggersmann Anlagenbau und BEKON mit der Hilfe von Fechtelkord & Eggersmann sowie von BETONT in den letzten zwei Jahren von einer Kompostierungsanlage zu einem hochmodernen Energiewerk umgebaut – bei allen vier handelt es sich um Unternehmen der Eggersmann Gruppe. Das Werk dient den beiden weltweit aktiven Generalunternehmern Eggersmann Anlagenbau und BEKON als Musterbeispiel für potenzielle Kunden: Hier werden sie fortan live präsentieren, wie die Transformation vom Entsorgungsdienstleister zum Energieversorger aussehen kann.

Das Konzept hinter dem Energiewerk ist ein kombinierter Einsatz von Bioabfallvergärung, Photovoltaik und Windkraft, dessen Herz der neue BEKON Durchlauffermenter mit besonders hohem Biogasertrag darstellt. Neben Strom für tausende von Haushalten wird so grundlastfähig und exportunabhängig Biomethan (biogenes Erdgas) für das öffentliche Netz produziert. Dazu wird das durch die Vergärung des Bioabfalls gewonnene Biogas noch einmal speziell aufbereitet. Ein KI-gesteuertes Energiemanagement sorgt für einen völlig autarken Betrieb des Werkes. „Das Prinzip der Bioabfallvergärung ist nicht neu, trotzdem hat es sich ungeachtet all seiner großen Vorteile bisher nicht in dem gewünschten Maß flächendeckend etabliert,“ führt Geschäftsführer Thomas Hein aus. „Selbst in Deutschland werden viele Bioabfälle einfach nur kompostiert, obwohl die Vergärung die spätere Kompostqualität nicht vermindert. Damit wird ein wichtiger regenerativer Energieträger ignoriert. Mit unserem Leuchtturmprojekt in Nieheim wollen wir das hohe ökonomische Potenzial aufzeigen und noch mehr Kompostwerkbetreiber für dieses Prinzip gewinnen. Sie können einen bedeutenden Beitrag zum Erfolg der Energiewende leisten.“

 

Zuspruch aus der Politik

NRW-Landtagspräsident Kuper nutzte die Gelegenheit des Firmenjubiläums, um die Bedeutung von Mittelständlern wie Eggersmann für die deutsche Wirtschaft hervorzuheben: „Es zeigt wieder einmal in aller Deutlichkeit: Es sind häufig die mittelständischen Familienunternehmer, die große Visionen entwickeln und das Rückgrat der Wirtschaft bilden.“ Gleichzeitig zeigte er sich von dem Ansatz des Energiewerkes beeindruckt: „Wenn ökologische Energie-Lösungen auch noch wirtschaftlich sinnvoll sind, kann man von gelungenen Synergien sprechen.“