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Marokkanischer Verband erkundet duale Bauausbildung und Verbandsdienstleistungen der BAUVERBÄNDE NRW e.V.
Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung (BMZ) fördert einwöchige Studienreise des marokkanischen Verbands FNBTP
Vom 25. bis 30. Januar 2026 besuchte eine hochrangige Delegation des marokkanischen Bauverbands FNBTP (Fédération Nationale du Bâtiment et des Travaux Publics) Deutschland, um das duale Ausbildungssystem und innovative Branchenlösungen im Bauwesen kennenzulernen. Die Studienreise wurde von den BAUVERBÄNDEN NRW e.V. gemeinsam mit sequa gGmbH im Rahmen des GIZ-Projekts CESAR II organisiert. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein 100%iges Bundesunternehmen, vertreten durch das BMZ.
Die Studienreise ist Teil des Projekts "Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten in den Sektoren Wasser und Abwasser" (CESAR II), das die GIZ in Partnerschaft mit dem marokkanischen Innenministerium bis Juli 2026 durchführt. Es verfolgt das Ziel, Beschäftigungsmöglichkeiten im Wasser- und Abwassersektor zu schaffen – durch öffentliche Investitionen, bedarfsgerechte Ausbildungsangebote und eine gezielte Stärkung des Privatsektors. Der Fokus liegt dabei auf kleinen und mittleren Unternehmen, Berufsbildungseinrichtungen und öffentlichen Versorgern in den Regionen Marrakesch und Casablanca.
Programm-Highlights
Ein zentraler Programmschwerpunkt der Delegationsreise war die duale Ausbildung. Stationen bei SOKA-BAU und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) beleuchteten die Finanzierung der Ausbildung, die Rolle staatlicher Akteure sowie die Neuordnung umwelttechnischer Berufe in der Wasserver- und Abwasserentsorgung. Themen wie Digitalisierung, kritische Infrastruktur und Klimawandel zeigten die steigenden Anforderungen an moderne Qualifikationsprofile im Bau- und Infrastrukturbereich.
Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die betriebliche Ausbildungspraxis und Verbandsdienstleistungen bei Besuchen der BAMAKA AG, der VHV-Versicherung sowie dem Bauunternehmen Lambert Schlun GmbH & Co.KG und dem Bildungszentrum BGZ Simmerath und BGE Aachen der Handwerkskammer Aachen.
Baustellen- und Anlagenbesichtigungen, unter anderem im Bereich Wasserwirtschaft, beim Ruhrverband Essen rundeten das Programm ab und boten vielfältige Anknüpfungspunkte für eine Übertragbarkeit auf marokkanische Strukturen.
Baustellenbesuch (Schacht 7) des Ruhrverbands Essen
Ausblick
Die gewonnenen Erkenntnisse bilden eine wertvolle Grundlage für die FNBTP, ihre Mitgliedsunternehmen im Wasser- und Abwassersektor noch gezielter zu unterstützen. Die Studienreise zeigt exemplarisch, wie deutscher Know-how-Transfer zur Stärkung des Privatsektors und der Berufsbildung in Partnerländern beitragen kann – ein konkreter Beitrag zur Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten in Marokko.



