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Meldungen

Rekord in Kaiserau: 22. Westfälischer Fliesentag übertrifft alle Erwartungen

Mehr als 160 Teilnehmende, volle Rotunde und ein Programm am Puls der Zeit: Der 22. Westfälische Fliesentag in Kamen-Kaiserau setzte ein deutliches Zeichen.

Volles Haus in der Rotunde des SportCentrums: Mehr als 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind am Freitag, 13. Februar 2026, zum 22. Westfälischen Fliesentag zusammengekommen. Damit verzeichnete die Landesfachgruppe Fliesen und Naturstein im Baugewerbeverband Westfalen eine Rekordbeteiligung. Die Veranstaltung bestätigte erneut ihren festen Platz im Jahreskalender des Fliesenlegerhandwerks in Westfalen.

"Hoher Stellenwert bei den Fachleuten"

Landesfachgruppenvorsitzender Andreas Telaar zeigte sich bei der Begrüßung erfreut über die starke Resonanz: „Die hohe Teilnehmerzahl ist ein überragendes Ergebnis und zeigt deutlich, welchen Stellenwert der Westfälische Fliesentag inzwischen hat. Dass sich so viele Kolleginnen und Kollegen angemeldet haben, unterstreicht, dass diese Veranstaltung für viele Betriebe ein fester Bestandteil des Jahres ist. Das freut uns sehr und bestätigt unseren Weg.“

Nach der offiziellen Eröffnung durch Telaar und Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Baumann stand ein Thema im Mittelpunkt, das viele Betriebe aktuell intensiv beschäftigt: Künstliche Intelligenz im Handwerk. Yasmin Schütte (IMPAKT GmbH) zeigte in ihrem Vortrag „KI, die wirklich hilft: Sofort-Nutzen für Fliesenleger“, wie sich KI-Anwendungen pragmatisch in betriebliche Abläufe integrieren lassen.

Im Fokus standen konkrete Anwendungsfälle – von der Unterstützung bei Texten und Kundenkommunikation über die Strukturierung von Angeboten bis hin zur Entlastung bei organisatorischen Aufgaben. Deutlich wurde: KI ist kein abstraktes Zukunftsthema, sondern kann bereits heute unmittelbar Mehrwert schaffen, wenn sie zielgerichtet eingesetzt wird.

 

 

Dokumentation, die Geld verdient

Direkt anschließend knüpfte Achim Maisenbacher (MemoMeister) mit dem Thema „Dokumentation, die Geld verdient: So begeistern Handwerker ihre Kunden“ an. Er machte deutlich, wie entscheidend eine strukturierte und rechtssichere Baustellendokumentation für wirtschaftlichen Erfolg und Konfliktvermeidung ist. Digitale Prozesse im Auftragsmanagement, lückenlose Fotodokumentation und transparente Kommunikation gegenüber Auftraggebern wurden als zentrale Erfolgsfaktoren herausgestellt. Gerade im Zusammenspiel mit digitalen Tools eröffnen sich hier erhebliche Effizienzpotenziale für kleine und mittlere Betriebe.

Neben diesen Schwerpunkten bot das Programm weitere praxisrelevante Impulse: Matthias Arens zeigte, wie Betriebe in wenigen Minuten professionelle Angebote erstellen können. Arnd Paul Lange (BG BAU) informierte kompakt über aktuelle Regelungen im Umgang mit Gefahrstoffen, insbesondere zu Asbest und neuen gesetzlichen Vorgaben.

Wichtige Neuerungen im Fliesenhandbuch

Andreas Hintemann stellte die wichtigsten Neuerungen im Fliesenhandbuch vor und beleuchtete zudem die Gegenüberstellung von Megafomatfliesen und Aluminiumverbundplatten. Zum Abschluss griff Marcel Mommerz ein juristisch sensibles Thema auf und erläuterte den Unterschied zwischen Behinderungsanzeige und Bedenkenanmeldung.

Begleitet wurde der Fliesentag von einer Fachausstellung, die in den Pausen intensiv genutzt wurde. Der persönliche Austausch unter Kolleginnen und Kollegen rundete den Tag ab.

Mit der Rekordbeteiligung und einem inhaltlich breit aufgestellten Programm hat der 22. Westfälische Fliesentag seine Rolle als zentrale Plattform für Information, Austausch und Weiterentwicklung des Fliesenlegerhandwerks in Westfalen erneut bestätigt.