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Nachfolger für Rüdiger Otto im FIEC-Präsidium gewählt
Sechs Jahre lang vertrat Rüdiger Otto die deutsche Bauwirtschaft im Präsidium des Europäischen Bauverbands FIEC. Nun übernimmt Daniel Strücker die Aufgabe und setzt die gemeinsame Interessenvertretung von Baugewerbe und Bauindustrie auf europäischer Ebene fort.
Daniel Strücker, Präsident des Bauindustrieverbands NRW und geschäftsführender Direktor der Eiffage Infra-Bau SE, tritt die Nachfolge von Rüdiger Otto, Präsident der BAUVERBÄNDE.NRW, an, der die deutsche Bauwirtschaft von 2020 bis 2026 im FIEC-Präsidium vertreten hat.
Engagement für die Interessen der Branche
Otto hat sich in den vergangenen sechs Jahren für die Anliegen der deutschen Bauwirtschaft in Brüssel eingesetzt. Die Zusammenarbeit von Baugewerbe und Bauindustrie im FIEC-Präsidium galt dabei als sichtbares Zeichen einer gemeinsamen Interessenvertretung gegenüber den europäischen Institutionen.
Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, würdigte Ottos Einsatz und dankte ihm ausdrücklich für sein langjähriges Engagement im europäischen Verband. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung einer weiterhin geschlossenen Vertretung der deutschen Bauwirtschaft auf EU-Ebene.
Daniel Strücker übernimmt die Nachfolge
Mit Daniel Strücker folgt nun ein erfahrener Branchenvertreter auf Rüdiger Otto. Der Präsident der BAUINDUSTRIE NRW wurde von der Generalversammlung der FIEC in Paris in das Präsidium gewählt. Seine Amtszeit läuft bis 2028.
Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, bezeichnete Strücker als ausgewiesenen Kenner der Branche. Angesichts wichtiger europäischer Weichenstellungen für die Bauwirtschaft sei eine starke und geschlossene Interessenvertretung in Brüssel von besonderer Bedeutung.
Kontinuität auf europäischer Ebene
Mit dem Wechsel im FIEC-Präsidium bleibt die enge Zusammenarbeit von Baugewerbe und Bauindustrie auf europäischer Ebene bestehen. Daniel Strücker übernimmt die Aufgabe in einer Zeit, in der zahlreiche wichtige Entscheidungen für die europäische Bauwirtschaft anstehen. Zugleich markiert seine Wahl den Abschluss einer sechsjährigen Amtszeit von Rüdiger Otto, der die Interessen der deutschen Bauwirtschaft im europäischen Verband maßgeblich mitgeprägt hat.
Hintergrund:
Mit mehr als 30 nationalen Mitgliedsverbänden aus 28 europäischen Ländern, darunter 25 EU-Länder sowie Norwegen, Schweiz und die Ukraine, vertritt die FIEC Bauunternehmen aller Größenklassen (vom kleinen über mittelständische Unternehmen bis hin zu großen international aktiven Konzernen) aller Fachrichtungen im Hoch- und Tiefbau sowie aller Arbeitsweisen, ob als Generalunternehmer oder Subunternehmer. Die rund vier Millionen Bauunternehmen in Europa beschäftigen etwa sieben Prozent der Erwerbstätigen in Europa und tragen etwa zehn Prozent zum EU-Bruttosozialprodukt bei.
Vorrangige Aufgabe der FIEC ist die Vertretung der kollektiven Interessen der europäischen Bauwirtschaft gegenüber den EU-Institutionen, insbesondere gegenüber der EU-Kommission und dem EU-Parlament. Das neue FIEC-Präsidium tritt zu einem wichtigen Zeitpunkt zusammen, denn bis zum Jahresende wird sich die FIEC zu wichtigen europäischen Gesetzgebungsvorhaben positionieren müssen, darunter zur Überarbeitung der EU-Vergaberichtlinien aus dem Jahr 2014 sowie zu Gesetzesinitiativen zur Erleichterung von grenzüberschreitenden Bauleistungen, im Bereich der Kreislaufwirtschaft und für die Stärkung der Arbeitskräftemobilität im EU-Binnenmarkt.



