baunrwDüsseldorf, den 15. Januar 2021. Angesichts nicht sinkender Infektionszahlen wird der Corona-Gipfel auf Dienstag, den 19. Januar 2021, vorgezogen. Die Eile des Treffens deutet an, dass die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten über weitere Verschärfungen des Lockdowns in Deutschland beraten werden.

Vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Corona-Lage erklärt der Hauptgeschäftsführer der BAUVERBÄNDE.NRW, Hermann Schulte-Hiltrop:

„Das wichtigste Ziel muss sein, die weitere Verbreitung des Virus zu verlangsamen und die Krankenhäuser sowie das medizinische Personal zu entlasten. Gleichwohl müssen wir mit äußerster Vorsicht dafür Sorge tragen, dass das wirtschaftliche Leben dort, wo es mit Schutz- und Präventionsmaßnahmen möglich ist, nicht zum Erliegen kommt. Die Bauwirtschaft hat bereits im ersten Lockdown gezeigt, dass sie dazu in der Lage ist.“, erklärt Schulte-Hiltrop.

Um die Baubeschäftigten nochmals besser zu schützen, haben die drei Tarifvertragsparteien, der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, der Hauptverband der deutschen Bauindustrie und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt weitere umfangreiche Präventionsmaßnahmen vereinbart. Hierzu zählt neben der kurzfristigen flächendeckenden Versorgung mit FFP2-Masken auch das Angebot, dass der Arbeitsmedizinische Dienst der Berufsgenossenschaft BAU (BG BAU) wie auch die Betriebsärzte in der Baubranche verstärkt Corona-Tests durchführen. Gleichzeitig fordern Baugewerbe, Industrie und Gewerkschaft als Sozialpartner der Bauwirtschaft die Politik auf, den Medizinischen Dienst der BG BAU wie auch die Betriebsärzte in die gerade gestartete Impfkampagne mit einzubeziehen.

„Die Bauwirtschaft hat sich in der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland bisher als maßgebliche Konjunkturstütze erwiesen. Dies liegt auch am verantwortungsbewussten Umgang der Baubetriebe mit der Corona-Pandemie. Die Baubetriebe tun tagtäglich alles dafür, Mitarbeiter und Auftraggeber zu schützen. Die geringen Infektionszahlen auf Baustellen sind für uns Ansporn, in diesen Anstrengungen nicht nachzulassen. Die Landesregierung sollte dies bei den Beratungen über mögliche Verschärfungen der Coronaschutz-Maßnahmen in der kommenden Woche berücksichtigen.“, so Schulte-Hiltrop abschließend.

 

BAUVERBÄNDE NRW e.V. vertritt die Interessen von mehr als 4.100 mittelständischen Bauunternehmen des Bau- und Ausbaugewerbes. Das Bauhauptgewerbe in NRW erzielte im Jahre 2019 einen Umsatz von über 20 Mrd. Euro. Davon wurden über 70% in baugewerblichen Unternehmen erwirtschaftet. Etwa 75 % der über 148.000 Mitarbeiter im Bauhauptgewerbe in NRW sowie 85 % aller Auszubildenden sind in Betrieben des Baugewerbes beschäftigt. Über 80 % aller Leistungen im Wohnungsbau und im öffentlichen Hochbau sowie über 70% aller Leistungen im Straßenbau werden von baugewerblichen Betrieben erbracht.

 

Otto Ruediger
Hermann Schulte-Hiltrop

 

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