baunrwDüsseldorf, 8. April 2021. Im Vorfeld des heute stattfindenden Wirtschaftsgipfels in Berlin mehren sich die Stimmen, die eine gesetzliche Testpflicht in den Unternehmen fordern. So spricht sich unter anderem der Arbeitnehmerflügel der Union dafür aus, das Testen in den Unternehmen zu einer gesetzlichen Verpflichtung werden zu lassen.

Der Hauptgeschäftsführer der BAUVERBÄNDE.NRW, Hermann Schulte-Hiltrop lehnt diese Forderung ab und erklärt:

„Das nordrhein-westfälische Baugewerbe steht nach wie vor hinter der Selbstverpflichtung, Beschäftigte und Auszubildende regelmäßig auf eine Infektion mit dem Coronavirus zu testen. Aus den zahlreichen Rückmeldungen in den letzten Tagen wissen wir auch, dass unsere Mitgliedsunternehmen ihre Verantwortung sehr ernst nehmen. Die Bauunternehmen testen, wo sie können. Wenn Selbst- und Schnelltests scheitern, dann daran, dass aktuell immer noch nicht genügend davon zur Verfügung stehen. Selbst in den Schulen, wo regelmäßig getestet werden soll, kommt es aktuell zu Lieferverzögerungen. Die Politik darf sich mit einer gesetzlichen Verpflichtung nicht aus der Verantwortung stehlen, sondern ist gefordert, eine ausreichende Beschaffung von Selbst- und Schnelltests zu vertretbaren Preisen zu gewährleisten. Die Einführung einer bundesweiten Pflicht zum Angebot von Corona-Testungen durch Unternehmen lehnen wir daher ab.“, so Schulte-Hiltrop.

BAUVERBÄNDE NRW e.V. vertritt die Interessen von mehr als 4.100 mittelständischen Bauunternehmen des Bau- und Ausbaugewerbes. Das Bauhauptgewerbe in NRW erzielte im Jahre 2019 einen Umsatz von über 20 Mrd. Euro. Davon wurden über 70% in baugewerblichen Unternehmen erwirtschaftet. Etwa 75 % der über 148.000 Mitarbeiter im Bauhauptgewerbe in NRW sowie 85 % aller Auszubildenden sind in Betrieben des Baugewerbes beschäftigt. Über 80 % aller Leistungen im Wohnungsbau und im öffentlichen Hochbau sowie über 70% aller Leistungen im Straßenbau werden von baugewerblichen Betrieben erbracht.

 

Otto Ruediger
Hermann Schulte-Hiltrop

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