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Johannes Schmitz (r.) begrüßt die Zimmerer beim technischen Fachtag in Dortmund.

Nach jahrelangen gemeinsamen Landesverbandstagen mit den Dachdeckern, stellte sich der Zimmerer- und Holzbau-Verband Nordrhein diesmal in Dortmund auch auf eigene Füße.

Die Neuausrichtung zielte darauf ab, ein maßgeschneidertes Programm anzubieten, das sich ausschließlich auf die spezifischen Bedürfnisse und Interessen des Zimmererhandwerks konzentriert.

Johannes Schmitz, Vorsitzender des Verbands, erklärte die Beweggründe für diese Neuerung in seiner Eröffnungsrede: „Es ist an der Zeit, dass wir die fachtechnischen Aspekte unseres Handwerks in den Vordergrund rücken. Wir haben uns entschieden, diesen Tag ganz dem Zimmererhandwerk zu widmen.“ Der Erfolg der Veranstaltung sprach für sich, denn beinahe 60 Zimmerleute sowie Fachleute aus verwandten Branchen reisten an, um an diesem Ereignis teilzunehmen. Dr. Bernhard Baumann, Hauptgeschäftsführer der BAUVERBÄNDE.NRW, freute sich in seinem per Video übertragenen Grußwort über den regen Besuch und wünschte "einen erfolgreichen Verlauf.“

 

Technologische Fortschritte im Fokus

Der Fachtag begann mit einer Präsentation von Simon Matthiesen, Meister und Restaurator im Zimmererhandwerk, der ausführlich das Thema „Aufmaß und Vermessung im Zimmererhandwerk – Welche Technik brauche ich dafür?" behandelte. Er demonstrierte, wie durch den Einsatz moderner Technologien wie Laserscanning und digitale Punktewolken Aufmaß und Vermessung revolutioniert werden können, und stellte als preisgünstiges und niederschwelliges Angebot auch effiziente Apps und Programme vor, die die Arbeit von Zimmerleuten erleichtern.

Der Vortrag von Jan Karwatzki vom Ökozentrum NRW lieferte wertvolle Einblicke in die aktuellen Fördermöglichkeiten. Er erläuterte die Änderungen im Gebäudeenergiegesetz, die seit dem 1. Januar 2024 gelten, und präsentierte neue Förderungen, die den Einsatz erneuerbarer Energien und auch neue Heizungsanlagen unterstützen.

 

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Digitale Plattform gegen Bürokratie

Michael Höllrigl, Geschäftsführer des Verbands, stellte eine Initiative des NRW-Bauministeriums vor: Eine neue Plattform, auf der Fachleute aus dem Baugewerbe Vorschläge einreichen können, wie bürokratische Hürden im Bauwesen reduziert werden können. Die Plattform Bürokratie-am-Bau-Ciao zielt auch darauf ab, den Berufsalltag von Bauhandwerkern zu vereinfachen.

Nach der Mittagspause beleuchtete Andreas Hoffmann, Obermeister der Zimmererinnung Bonn Rhein-Sieg, das Thema Nachhaltigkeit. Er diskutierte die Möglichkeiten und Herausforderungen, die sich aus der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte für den Holzbau ergeben.

 

Neue Berechtigungen und Weiterbildungen

Der Abschluss des fachlichen Teils des Tages widmete sich der kleinen Bauvorlageberechtigung, die kürzlich für Zimmermeister in NRW eingeführt wurde. Dr. Alexander Petschulat (Ingenieurkammer Bau) und Vertreter der Bildungszentren des Baugewerbes e.V. (BZB) präsentierten die Voraussetzungen und Weiterbildungsmöglichkeiten, die für diese Berechtigung erforderlich sind. Den Abschluss bildete Herr Dr. Homann, der für den Bauspezialversicherer VHV die erweiterte Planungsdeckung als Pflichtversicherung für bauvorlageberechtigte Zimmerer vorstellte.

 

Erfolgreicher Ausklang und zukunftsweisender Ausblick

Die durch den Hauptsponsor Zertifizierung Bau großzügige unterstützte Veranstaltung endete mit einem gemütlichen Beisammensein, bei dem die Teilnehmer die Gelegenheit hatten, sich auszutauschen und Netzwerke zu stärken. Das positive Echo auf den Fachtag zeigte deutlich, dass ein spezieller Fokus auf das Zimmererhandwerk nicht nur gewünscht, sondern auch notwendig ist. Die Planungen für den nächsten Landesverbandstag, der ebenfalls exklusiv unter Zimmerleuten stattfinden wird, sind bereits in vollem Gange.

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